"Du hast ja Zeit ..."

"du kannst das ja alles machen" ...

Wie oft hören Mütter diese Sätze. Mütter, die zu Hause bei ihren Kindern sind; Mütter die von zu Hause arbeiten, die weniger arbeiten, Mütter die ihre Kinder tragen, sie stillen, für sie da sind oder sie windelfrei aufwachsen lassen. Und wie oft stehen diese Mütter dann sprachlos da und wissen nicht, was sie darauf erwiedern sollen, fühlen sich aber dennoch ein wenig ungerecht behandelt. Ungerecht, weil es nicht stimmt, weil Mutter sein (oder auch Vater sein) nichts damit zu tun hat, alle Zeit der Welt zu haben, zu Hause zu sitzen und Däumchen zu drehen. Es hat nichts mit Urlaub und Faulenzen zu tun. Ungerecht aber auch, weil in diesen Sätzen sehr oft eine gewisse Verurteilung mitschwingt die das Mutter sein oder Eltern sein, das sich Zeit nehmen für Kinder degradiert, es abwertet und als negativ darstellt.

Und dabei werden wichtige Aspekte übersehen:

1.: wir haben die Zeit nicht sondern wir nehmen uns die Zeit.

Wir nehmen uns die Zeit, weil wir sie unseren Kindern geben wollen. Wir nehmen uns die Freiheit heraus, die Zeit für unsere Kinder zu reservieren, weil wir es als wichtig erachten Zeit für sie zu haben, für sie da zu sein und ihnen das zu geben was sie brauchen. Jetzt, in dem Moment in dem Augenblick, wo sie es brauchen.

2.: Kinder sind die Zukunft, sie sind das Bild dafür, wie die Gesellschaft, das Miteinander einmal aussehen wird

Indem wir unseren Kindern also das geben, was sie brauchen, indem wir für sie da sind und uns Zeit für sie nehmen, einen liebevollen und respektvollen, einen verstädnisvollen Umgang mit ihnen pflegen investieren wir in die Zukunft.

3.: die Zeit für Kinder ist wertvolle Zeit die später einmal tausendmal zurück kommt

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