Beobachten ist der "falsche" Ausdruck

"Beginnen ist ganz leicht: Windel runter und beobachten." - so einfach ist es leider dann doch nicht, denn unter "beobachten" wird leider immer wieder das falsche verstanden: so nach dem Motto: "ich leg mein Baby jetzt vor mich hin und schau es einfach nur an"  - nur leider kommen dann keine "Signale" oder ständig "Signale"

 

Fakt ist, das man ein Baby nicht einfach nur vor sich hinlegen (oder tragen oder was auch immer) und beobachten muss, denn da passiert meist genau gar nichts. Ein Baby hebt nicht mal schnell die Hand und winkt und ein Baby gibt nur in den seltensten Fällen wirklich deutliche Zeichen, die dann immer gleich sind. Viel mehr sind die sogenannten "Signale" versteckter/diffuser und werden für viele Eltern erst durch die Praxis und das tägliche "ausprobieren" und "anbieten" erkennbar.

 

Das Beobachten des Babys geschieht dann mehr mit dem Instinkt, man trägt sein Baby, es hat keine Windel, man bietet an und probiert aus und irgendwann (meist sehr schnell) kommen die Kombinationen und die Verknüpfungen. Plötzlich versteht man dann sein Baby und weiß, wann es muss.

 

Das falsche Verständnis von Beobachten führt leider auch dazu, das der Ausdruck "Signale" immer wieder fehlinterpretiert und angenommen wird, es handle sich dabei um ganz sichtbare und eindeutige Zeichen des Babys, was wiederum zu der Annahme führt, das Baby würde nichts zeigen und windelfrei bei einem selbst so gar nicht klappen.


Also am Besten nicht einfach nur "beobachten" sondern das Baby bei sich haben und die Zeit mit ihm genießen. Der Instinkt kommt durch Ausprobieren und Anbieten und mit ihm die "Zeichen/Signale" des Babys.

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