WINDELFREI ...
...mit Windel?
Das die Kommunikation mit dem Baby nicht durch eine Windel verhindert wird, ist wohl allen klar. Das aber die Windel, die Aufmerksamkeit und den Kommunikationswillen der Eltern herabsetzen kann, muss immer wieder erwähnt werden. Die Windel ist nun einmal bequem und solange eine Windel drauf ist, muss man sich prinzipiell nicht um das Ausscheidungsbedürfnis kümmern. Die Mischung aus windelfrei und Windel geht nur solange gut, solange die Eltern nicht darauf verzichten, auf das Ausscheidungsbedürfnis des Babys einzugehen und genau da liegt der wunde Punkt begraben.
Denn irgendwann kann sich eine gewisse "Bequemlichkeit" einschleichen und die Bedürfnisse des Kindes mehr oder weniger ignoriert werden. Das das nicht ohne Folgen bleibt, ist wohl jedem klar. Eine logische Konsequenz aus der "einmal geh ich auf dich ein und einmal nicht" Einstellung ist, das das Baby aufhört zu signalisieren. Wird dann vom Baby auch noch erwartet, das es dies aber tut, dann kommt noch der Druck hinzu, der das bisschen an Kommunikation auch noch "zerstört". Und ja, man kann ein Baby zu oft über das Töpfchen halten -wer will
schon alle paar Minuten über ein Töpfchen gehalten oder gefragt werden,
ob man muss. Wer würde da nicht mit Streik und Protest reagieren. Um
das Vertrauen in sich selbst und die Schulung des eigenen Instinkts
kommt man nun einmal nicht herum.
Interessanterweise -und das muss einmal erwähnt werden- gibt es die meisten "schlimmen" und "schrecklichen" Pannenphasen bei jenen Eltern, die doch immer wieder Windeln verwenden, mitunter sogar über längere Phasen. Jene Eltern aber, die von Beginn an oder irgendwann den Punkt für sich bestimmen und sagen "aber jetzt", bei denen läuft es prima und ohne größere Pannen.
Ein ums andere Mal: Jeder Schritt, den man als Mutter oder Vater setzt muss in der Klarheit gesetzt werden, das er Auswirkungen auf die Beziehung zum Kind haben wird. Wer vertrauen in sich selbst hat, der kann auch seinem Kind vertrauen.
